Nordic-Haus: Blockhäuser mit Außenverschalung
Wenn man sich den Querschnitt eines patentierten Nordic-Blockhauses anschaut, verwundert zunächst die
relativ dünne (28 mm) Fichtenbohle (2) als Außenabschluss. Der Wandaufbau erklärt sich aber wie
folgt: Die 92 mm innenliegende Blockbohle (4) ist die tragende Wand des Hauses. Das gesamte Gewicht
des Dachstuhls, sowie der ersten Geschoßdecke, presst die keilförmige Nut und Federverbindung dieser Bohle
zusammen, wodurch eine gute Winddichtigkeit erreicht wird. Würde die tragende Wand eines Blockhauses
den Wettereinflüssen (1) ausgesetzt, bestünde die Gefahr der Rissbildung und des Werfens bzw. des Drehens
einzelner Hölzer. Zudem werden die Blockbohlen unserer Häuser nur durch die warme Luft im Rauminneren getrocknet.
Sind die Blockbohlenwände der Witterung ausgesetzt, trocknen sie an der Südseite aufgrund der
massiven Sonneneinstrahlung schneller aus. Somit setzen sich die Wände der Südseite schneller
als die Wände der Nordseite. Dieses hat eine ungleichmäßige Setzung des gesamten Blockhauses zur Folge.
Durch die Außenisolierung unserer Häuser wird dieses vermieden!
Die mittlere Schicht, die Isolierschicht (3), besteht standardmäßig aus 105 mm (alternativ 140 mm) Zellulosedämmstoff. Die
äußere Bohle ist mit der tragenden Blockbohle durch kleine Abstandhölzer verbunden, so dass er
sich mit dem gesamten Wandaufbau gleichmäßig senken kann. Die von der Zellulosedämmung absorbierte
Feuchtigkeit aus dem Rauminneren kann durch die relativ dünne Außenverschalung an die Außenluft
abgegeben werden. Somit kommt der gesamte Wandaufbau ohne Dampf- und Windsperren aus und ist
diffusionsoffen. Die Wand atmet und reinigt auf natürliche Weise die Raumluft.
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Die Physik der Außendämmung
In enger Zusammenarbeit mit der technischen Universität Tampere und der Fachhochschule Rovaniemi
Polytechnic entstand unser atmungsaktiver Wandaufbau ohne künstliche Dampfsperren (Patentnummer
FI - 960737 + EP 94924318.2). Generell stellen extreme Temperatur und Feuchtigkeitsunterschiede
zwischen Innenraum und Außenklima hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit einer jeden
Außenwand - unabhängig von der Bauweise des Hauses.
Zum einen soll die Wand
stark wärmeisolierend sein, zum anderen soll im Wandaufbau kein Schwitzwasser auftreten,
da dieses die Gefahr von Schimmelpilzbildung in sich birgt.
Stark vereinfacht kann das Auftreten von Schwitzwasser folgendermaßen erklärt werden:
Die Temperaturwerte in einer Außenwand nehmen von innen (Raumtemperatur) nach außen je
nach Isoliermaterial ab. Bei einer bestimmten Temperatur kondensiert
der Wasserdampf, es entsteht "Schwitzwasser".
Damit im Rauminneren kein unnatürliches Wohnklima herrscht, lassen wir die
Außenwände diffusionsoffen und verzichten ganz auf Folien als Dampfsperre.
Der Wandaufbau kann atmen.
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